Mittwoch, 18. Februar 2026

Hamburg räumt auf

Hamburg räumt auf: Müllsammelaktion des BUND in Eppendorf


Ärgert Ihr Euch auch immer über den Müll in Parks und Grünflächen, an Straßenrändern und in Gewässern? Immer wenn ich das sehe glaube ich, wir haben ein echtes Müllproblem. Nicht nur, dass wir viel zu viel Müll erzeugen - er findet sich leider auch überall dort wieder, wo er nicht hingehört.

Jetzt bin ich auf eine interessante Aktion vor meiner Haustür aufmerksam geworden, die ich gern mit Euch teilen möchte. Der BUND startet in der kommenden Woche eine  Müllsammelaktion im Kellinghusenpark und in der Umgebung. Die Aktion findet statt am Dienstag, dem 24. Februar 2026, zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr im Rahmen der Aktion "Hamburg räumt auf".

Interessierte können hier gemeinsam Müll sammeln und gleichzeitig auch noch Tipps austauschen, wie jede*r Müll reduzieren kann. Am Ende wird der gesammelte Müll aufgewogen und mit der Menge aus dem Vorjahr verglichen. Hoffentlich wird es weniger sein als in 2025...

Treffpunkt: Haus der BUNDten Natur, Loehrsweg 13, 20249 Hamburg 
 

Hier könnt Ihr Euch zu der Aktion anmelden: anmeldung@bund-hamburg.de

Sonntag, 15. Februar 2026

Winterwunder an der Ostseeküste

 

Wenn die Ostsee den Atem anhält: Seltenes Winterwunder entlang der Ostseeküste

Es gibt Momente, in denen die Natur uns zeigt, wie kraftvoll und gleichzeitig zerbrechlich sie ist. Genau so ein Moment spielt sich gerade an der Lübecker Bucht ab: Die Ostsee ist teilweise zugefroren – ein Ereignis, das selbst langjährige Einheimische nur selten erleben.

Bei meinem Spaziergang gestern entlang der Küstenlinie von Timmendorfer Strand nach Scharbeutz sah ich eine bizarre, fast magische Winterlandschaft. Diese Eindrücke möchte ich gern mit Euch teilen.

Ein Schauspiel zwischen Ruhe und Kraft

Die Ostsee friert nicht einfach zu wie ein stiller See im Binnenland. Sie kämpft. Wind, Wellen und Temperaturen formen gemeinsam ein Mosaik aus Eisschollen, Rissen, gefrorenen Wellenkämmen und bizarren Strukturen. Toller Anblick! Besonders eindrucksvoll ist das Knacken und Knirschen, wenn sich die Schollen gegeneinander schieben. Wenn man auf das Wasser schaut, wabern die einzelnen Schollen hin und wer - ein eindrucksvolles Schauspiel, das man selten erlebt.

Warum dieses Ereignis so selten ist

Dass die Ostsee zufriert, passiert nur bei anhaltend tiefen Temperaturen und sehr ruhigem Wetter. Ich habe es bisher nur einmal erlebt - und das ist Jahre her. Die Lübecker Bucht ist normalerweise zu bewegt, zu salzig und zu mild, um eine geschlossene Eisdecke zu bilden. Umso beeindruckender ist es, wenn es doch geschieht. So verlockend aber die Einflächen aussehen: Man sollte die Schicht aus Eis und Schnee am Uferrand besser nicht betreten. Das Eis ist ungleichmäßig, bewegt sich und Spaziergänger könnten jederzeit einbrechen.




Also macht es wie ich und genießt dieses Naturschauspiel am besten vom Strand aus – mit warmen Schuhen und einer Kamera in der Tasche.

Da heute ein wolkenloser Tag mit Sonnenschein an der Küste ist, mache ich mich nachher wieder auf den Weg - dieses Mal geht es allerdings am Brodtener Ufer entlang - mit Endziel Travemünde. 

Habt einen schönen Sonntag! 



Freitag, 13. Februar 2026

Buchtipp

Smarter Texten mit KI

KI revolutioniert das Texten: Es wird schneller, strukturierter, überzeugender. Mit dem neuen Titel von Felix Beilharz erhalten LeserInnen zahlreiche Informationen rund um das Texten mit KI. Die Autorin des Guides ist Ursula Martens, sie lässt ihre Erfahrung als Copywriterin mit einfließen.  

Auszüge aus dem Inhalt:

Wie entstehen KI-Texte
Texttools: Auswahl, Einsatz, Erfolge 
Clever Prompten
Schreiben mit KI: von Naming bis Social Media
KI-Toolbox
Verantwortungsvoll schreiben mit KI
Die Zukunft des KI-Textens

Prompting - kurz & gut


Prompting klingt einfach, hat es aber in sich. Wer Large Language Models wie ChatGPT, Claude oder Gemini treffsicher und effizient einsetzen will, braucht mehr als nur gute Fragen.  Dieses kompakte Buch erklärt, wie Sprachmodelle "denken", wie Prompts aufebaut sein sollten - und wie sich mit Strategie, praktischem Know-how und den passenden Tools deutlich bessere Ergebnisse erzielen lassen. Ein kompakter Führer, der in jede Handtasche passt, mit einer verständlich geschriebenen Einführung zum Prompting.

 

Donnerstag, 12. Februar 2026

Cloud Dancer

Cloud Dancer – Pantone Colour of the Year 2026

© Sieh an!

Die Pantone Colour of the Year 2026 trägt den poetischen Namen Cloud Dancer – ein Ton, der an schwebende Leichtigkeit erinnert und dennoch eine warme, fast beruhigende Präsenz besitzt. Dieses sanfte, cremige Weiß wirkt wie ein tiefes Ausatmen nach einer Zeit voller visueller Reize. Es ist kein kühles, distanziertes Weiß, sondern ein Farbton, der Räume öffnet, Licht einfängt und eine stille Eleganz ausstrahlt. Genau deshalb trifft Cloud Dancer den Zeitgeist: das Bedürfnis nach Klarheit und Ruhe.

© Sieh an!
In der Mode zeigt sich Cloud Dancer als erstaunlich vielseitig. Der Ton wirkt je nach Material völlig unterschiedlich – ein Strickpullover in dieser Farbe bekommt eine weiche, fast wolkige Textur, während fließende Stoffe wie Seide oder Viskose ihm eine luftige, moderne Note verleihen.

© Witt
Besonders spannend ist, wie selbstverständlich sich Cloud Dancer in die bestehende Garderobe einfügt. Ein Mantel in diesem Farbton wirkt wie ein frischer Windstoß an grauen Tagen, und weite Hosen oder elegante Blusen bringen eine neue Leichtigkeit in minimalistische Looks. Selbst Accessoires wie Sneaker, Taschen oder Caps setzen subtile Akzente, die jedes Outfit aufhellen, ohne aufdringlich zu wirken.

© creation L

Auch im Interior Design entfaltet Cloud Dancer seine Wirkung. In Wohnräumen schafft die Farbe eine Atmosphäre, die gleichzeitig klar und gemütlich ist. Sie bringt Licht in dunklere Ecken und harmoniert wunderbar mit natürlichen Materialien. Ein Sofa, das mit Kissen in diesem Ton dekoriert ist, wirkt sofort einladender. Keramikvasen oder Lampenschirme in Cloud Dancer setzen ruhige, elegante Akzente, die sich mühelos in verschiedene Einrichtungsstile einfügen. 

© born in sweden Mylla-BIS

© Goebel Kaiser Vase Bahar

Selbst kleine Möbelstücke wie Beistelltische oder Regale können in dieser Farbe zu stillen Highlights werden, die den Raum optisch öffnen. Cloud Dancer ist eine Farbe, die Räume nicht dominiert, sondern ihnen Raum gibt – für Ruhe, für Klarheit, für ein Gefühl von Zuhause.
© Lebensart Sofa Mapleton 

Am Ende ist Cloud Dancer mehr als nur ein Trend. Es ist eine Farbe, die nicht laut sein muss, um Wirkung zu zeigen, und die gerade deshalb so zeitlos bleibt.

© Koziol
 
© Raeder

(Unbezahlte Werbung wegen Markennennung)

Dienstag, 10. Februar 2026

Song für Marina

Ein Abschied, der unter die Haut geht – und ein Song, der bleibt

Freu, freu, freu! Heute ist ein toller Tag! 

Manchmal gibt es diese Tage im Dozentinnenleben, die einen völlig unerwartet berühren. Heute war so ein Tag. Im Social-Media-Kurs der WBS Training AG - einem meiner Auftraggeber – und in meinem Einsatz in den Modulen Customer Journey Mapping mit KI, Branding und Storytelling mit KI – hat mich der laufende Kurs Social Media Manager mit einem Geschenk überrascht, das mich wirklich sprachlos gemacht hat.

Ein eigener Song. Für mich. Komponiert mit KI – und mit ganz viel Herz.

Hört doch mal rein: https://suno.com/s/ylz9HgT5CNru82gJ

Ich fühle mich geehrt, gesehen, wertgeschätzt und zutiefst respektiert. Was kann es besseres geben! Es ist ein besonderes Gefühl, wenn Wissenstransfer nicht nur auf fachlicher Ebene funktioniert, sondern zu einer echten Verbindung mit den Teilnehmenden führt. Genau das ist in diesem Kurs passiert... Ich bin gerührt....

Mein großer Dank geht an Euch alle – Ihr habt die vergangenen Wochen zu etwas Besonderem gemacht.

Und ein ganz besonderes Merci geht an Falko, der den Song mit KI komponiert hat. Was für ein kreatives, wundervolles Abschiedsgeschenk.

Ich nehme diesen Moment mit – und lasse ihn noch lange nachklingen.
DANKE! Ihr seid klasse!

 

Freitag, 6. Februar 2026

Hamburg Ballett

FAST FORWARD – Neuer Ballettabend mit Werken von George Balanchine, Marcos Morau, Angelin Preljocaj und Xie Xin
Premiere: 22. Februar 2026 | Hamburgische Staatsoper 

© Kiran West

Mit dem Ballettabend FAST FORWARD präsentiert das Hamburg Ballett am 22. Februar 2026 in der Hamburgischen Staatsoper ein hochkarätiges Programm, das Tanzgeschichte und zeitgenössische Positionen eindrucksvoll miteinander verbindet. Vier Werke spannen einen Bogen über 90 Jahre Tanzgeschichte: von einem epochalen Klassiker des 20. Jahrhunderts bis zu einer Uraufführung einer der bedeutendsten zeitgenössischen Choreografinnen unserer Zeit.

Den Auftakt bildet Serenade von George Balanchine, uraufgeführt 1935 in New York. Das ikonische Werk gilt als Meilenstein des neoklassischen Balletts und war Balanchines erste Choreografie in den USA. Zur Musik von Peter Tschaikowskys Serenade für Streicher entfaltet sich ein hochromantisches Ballett für 20 Tänzerinnen und sechs Tänzer, das bis heute nichts von seiner Strahlkraft verloren hat. Für die Einstudierung ist die ehemalige Primaballerina des New York City Ballet und langjährige Balanchine-Tänzerin Judith Fugate zu Gast in Hamburg.

Marcos Morau, mehrfach als Choreograf des Jahres ausgezeichneter Künstler und Kopf der spanischen Compagnie La Veronal, die im vergangenen Sommer das Gastspiel der Ballett-Tage bestritt, zeigt eine Neufassung von Totentanz. Das Werk für eine Tänzerin und zwei Tänzer wurde 2023 bei der Triennale in Mailand uraufgeführt. Der katalanische Choreograf erschafft darin bildgewaltige, theatralische Szenen zwischen Sinnlichkeit und existenzieller Tiefe. Die Musik von Clara Aguilar, Ghédaila Tazartés, The Bulgarian Voices Angelite und Harry Escott verstärkt die suggestive Kraft des Werkes. Der Tänzer und Performer Valentin Goniot ist für die Einstudierung und Adaption der Choreografie in Hamburg anwesend.

Mit Annonciation von Angelin Preljocaj ist eines der eindringlichsten Pas de Deux der zeitgenössischen Tanzgeschichte zu erleben. In diesem 1995 entstandenen Werk für zwei Frauen setzt sich Preljocaj mit dem Moment der Verkündigung auseinander und hinterfragt tradierte Bilder und Erwartungen. Musikalisch entsteht ein intensiver Kontrast zwischen Antonio Vivaldis Magnificat und der elektronischen Klangwelt von Stéphane Roy. Für Annonciation arbeitet Preljocaj erstmals mit dem Hamburg Ballett zusammen. Die Einstudierung leitet Claudia De Smet vom Ballet Preljocaj.

Den Abschluss des Abends bildet die Uraufführung The Moon in the Ocean der chinesischen Choreografin Xie Xin. Bekannt für ihre fließende, dynamische Bewegungssprache, entwickelt Xie Xin gemeinsam mit den Tänzer:innen des Hamburg Ballett ein neues Werk, das Mond und Ozean als Metapher für das menschliche Herz nutzt – für unsere Beziehungen zu anderen und zur Welt um uns herum. Ein traumartiger Sog aus Bewegung und Rhythmus lässt den Abend in einer zeitgenössischen Vision von Tanz ausklingen.

Mit Fast Forward setzt das Hamburg Ballett ein starkes Zeichen für die Kontinuität und Erneuerung der Tanzkunst – und führt den Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Balletts eindrucksvoll fort.

A-Premiere: 22. Februar 2026, 18.00 Uhr
B-Premiere: 25. Februar 2026, 19.30 Uhr
Aufführungen: 27. / 28. Februar 2026, 6././10./11. März 2026
25. Juni 2026, jeweils 19.30 Uhr
8. März 2026, 18.00 Uhr



 

Freitag, 30. Januar 2026

NABU Stunde der Wintervögel

Mehr Teilnehmende, weniger Vögel: Ergebnisse der "Stunde der Wintervögel" 2026

© Ulrich Sach / naturgucker.de

Ich freue mich immer, wenn ich im Garten oder auf dem Balkon die Vögel beobachten kann. Kürzlich fand die Zählung der Vögel durch den NABU im Rahmen der "Stunde der Wintervögel" statt.  Jetzt liegen die Ergebnisse vor!

Erfreulich viele Menschen nahmen in diesem Jahr an der Zählaktion teil, doch die Ergebnisse sind beunruhigend. Einige Vogelarten verzeichnen massive Rückgänge.

Gut eine Woche nach Meldeschluss der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ liegen nun die Endergebnisse vor. Mehr als 145.000 Menschen beteiligten sich am Aktionswochenende im Januar und zählten über 3,27 Millionen Vögel in mehr als 102.000 Gärten und Parks. Damit haben sich rund 20 Prozent mehr Menschen an der Zählung beteiligt als im Jahr zuvor. Zurückzuführen ist das auch auf die winterliche Witterung: Schnee und Frost haben vielen Menschen Lust gemacht, sich mit den Wintervögeln im Garten zu beschäftigen.

Trotz des großen Interesses zeigt die Zählung einen deutlichen Negativtrend: Mit durchschnittlich 32 gesichteten Vögeln pro Garten wurde ein Tiefstand erreicht. Im Vergleich: Bei der ersten Zählung im Jahr 2011 lag der Schnitt noch bei 45,8 Vögeln. Dieser Abwärtstrend lässt sich seit vielen Jahren beobachten. Damit reihen sich auch häufige Arten, wie Amseln, Meisen, Finken und Spatzen in den zunehmenden Schwund der Vogelbestände ein.

Deutliche Verluste bei Feld- und Haussperling

Besonders deutlich ist der Rückgang der beiden Spatzenarten. Bundesweit wurden 15 Prozent weniger Haussperlinge und zehn Prozent weniger Feldsperlinge gesichtet als im Vorjahr. In Berlin ist die Lage noch gravierender. Hier sanken die Zahlen um 30 Prozent bei den Feldsperlingen und 45 Prozent bei den Haussperlingen. „Wo all die Spatzen hin sind, müssen wir nun genauer untersuchen“, so NABU-Naturschutzexperte Julian Heiermann. „Klar ist, dass Brutplatz- und Nahrungsmangel seit Jahren ein Problem für die beiden Arten sind. In Berlin könnten ungünstige Witterungsbedingungen in diesem Jahr den Rückgang verstärkt haben.“

Trotz der negativen Trends gab es auch Arten mit deutlichen Zuwächsen. In vielen Regionen wurden insbesondere Kohlmeisen, Blaumeisen, Amseln, Buchfinken und Rotkehlchen häufiger beobachtet als im Vorjahr. Auch mittelhäufige Arten wie Schwanzmeisen, Goldammern und Zaunkönige legten zu.

Bundesweit bleibt der Haussperling trotz Rückgängen an der Spitze der am häufigsten gesichteten Vögel, gefolgt von Kohlmeise, Blaumeise, Amsel und Feldsperling. 

Die „Stunde der Wintervögel" ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und fand bereits zum 16. Mal statt. Die nächste Vogelzählung findet mit der "Stunde der Gartenvögel" vom 8. bis 10. Mai statt. 

© NABU