Kultur pur: Lübecker Museumsnacht am Samstag, dem 29. August 2026
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| © Felix König, Agentur 54° |
Lust auf Kultur am kommenden
Wochenende? Am Samstag, 29. August, lädt die Lübecker Museumsnacht von 18.00
bis 24.00 Uhr dazu ein, das pralle Kulturprogramm sämtlicher Lübecker Museen
sowie weiterer Lübecker Kulturinstitutionen und Galerien zu erleben. Das Motto „Unterwegs“
wird anhand von zahlreichen Formaten wie Gesprächen, Lesungen, Führungen sowie
Tanz- und Musikperformances umgesetzt. Vom Thema Reisen und fremde Kulturen über
die körperliche Bewegung bis hin zur Reise zum eigenen Ich sind alle Aspekte
rund um das Thema originell und vielseitig abgedeckt. Rund 300 Aktionen und
Angebote von mehr als 50 Kultureinrichtungen sorgen für eine faszinierende
Nacht voller Kunst, Kultur, Poesie, Musik und interessanten Begegnungen. Die
Lübecker Museumsnacht wird von den LÜBECKER MUSEEN zusammen mit zahlreichen
Galerien und Kultureinrichtungen der Hansestadt organisiert. Tickets in Höhe
von 15 Euro, ermäßigt 8 Euro, sind online auf der Website der LÜBECKER MUSEEN
unter https://luebecker-museen.de/museumsnacht-tickets und an
allen Museumskassen (außer der Katharinenkirche) erhältlich.
Die Neuheit des vergangenen
Jahres, die historischen Shuttlebusse, die die NachtschwärmerInnen ohne
Aufpreis über das Industriemuseum Herrenwyk und den Geschichtserlebnisraum
Roter Hahn bis zum Seebadmuseum und dem Leuchtturm von Travemünde chauffieren,
erfreute sich so großer Beliebtheit, dass das Angebot auch in diesem Jahr
wieder besteht und dem Motto “Unterwegs“ einen pragmatischen Ansatz verleiht.
Bewegend im besten Sinne
wird auch die Eröffnung der 24. Lübecker Museumsnacht um 18.00 Uhr vor dem
Holstentor. Hier sorgt ein abwechslungsreiches Open-Air-Programm mit
Hip-Hop-Performances und Bands für Abwechslung. Für Getränke und Speisen ist ebenfalls gesorgt.
Kosmopolitisches Flair
entsteht, wenn die beliebte Romanfigur Christian Buddenbrook, dargestellt durch
den Schauspieler André Janssen, von seiner Reise von Lübeck bis Valparaíso
berichtet und zu einer Verkostung von chilenischen Weinen einlädt. Die
Ausstellung der Sammlung Kulturen der Welt zur Seidenstraße entführt im
Museumsquartier St. Annen mit kleinen Kurzführungen nach Asien. Unter anderem
sind buddhistische Tänze zu erleben. Auch lädt hier der Lübecker Schachverein
zu einem großen Simultan-Schachspiel ein. Das bekannteste Brettspiel der Welt
fand über die Seidenstraße seinen Weg nach Europa.
Führungen in Fremdsprachen
bieten zum Beispiel das Günter Grass-Haus auf Französisch oder die Kunsthalle
St. Annen auf Dänisch durch die aktuelle Sonderausstellung mit Werken des
dänischen Künstlerehepaares Else Alfelt und Carl-Henning Pedersen an. Gespräche
zu einem ernsteren Thema, nämlich dem Alkoholismus, sind zudem mit den
AutorInnen Rina Schmeller und Christoph Peters im Günter Grass-Haus zu
verfolgen – gewissermaßen Sinnbild des langen Weges zum eigenen Ich. Ganz viel Bewegung
gibt es im Museum Behnhaus Drägerhaus, wo das Hansa Ballett den „Danse Macabre“
(Totentanz) vorführt, der Bestandteil des Festzugs war, mit dem Alfred Mahlau
Lübeck vor hundert Jahren buchstäblich auf den Kopf stellte. Um Bewegung in
biologischer Sicht geht es wiederum im Museum für Natur und Umwelt, wo
Kurzführungen durch die aktuelle Sonderausstellung „Bis auf die Knochen“
beleuchten, welche Rolle Knochen und Skelette für Lebewesen spielen. An der
Mitmachstation „Skelette stempeln“ können Groß und Klein ihr frisch Erworbenes
Wissen direkt in die Tat umsetzen. Zudem laden die MoveMatesLübeck im Domhof
ein, die Knochen zu heißen Zumba-Rhythmen zu schütteln.
Der Musik kommt in der
Museumsnacht wie immer eine große Rolle zu: Fesselnde Rhythmen lassen den Geist
in ferne Gefilde reisen. Die stilvolle Abschlussparty der Museumsnacht findet von
23.00 Uhr bis 2.00 Uhr morgens statt im Buddenbrookhaus im Rathausinnenhof mit
Salsa und Bachata sowie heißblütigen Latino-Vibes.
Auch im Europäischen
Hansemuseum wird die Museumsnacht zum Klangerlebnis: Anouk Kellners Performance
Airchoir No. 2 lässt 26 Metall- und Holzorgelpfeifen, textile Elemente
und Technologie verschmelzen und lädt zum Mitmachen ein, denn je nach Position
der Besucher:innen verändern sich die Töne im Raum. Im historischen Burgkloster
führt Pater Justinus OP aus Berlin in die Lebenswelt der Dominikaner ein und
schlägt den Bogen vom mittelalterlichen Klosterleben bis in die Gegenwart.
Mit der Geschichte
weiblichen Reisens als eine Geschichte von Grenzüberschreitungen widmet sich
das Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck, kurz: ZKFL, in diesem
Jahr den Reiseberichten von Frauen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die
Selbstzeugnisse reisender Frauen liest Rebecca Indermauer, die auf dem Klavier
von Ninon Gloger begleitet wird.
Mehr „unterwegs“ als der
Journalist Hasnain Kazim (u.a. SPIEGEL, DIE ZEIT) kann man nicht sein, er
lebt zwischen und in den Welten und in seinen Büchern geht es genau darum: In
„Grünkohl und Curry“ beschreibt er sein Leben zwischen Asien und Oldenburg, in
„Deutschlandtour“ wagt er einen politischen Reisebericht durch seine Heimat und
in „Der Islam und ich“ zeichnet er sein persönliches Bild vom Islam. Im
Willy-Brandt-Haus stellt Kazim diese drei Bücher vor und zeigt, warum es sich
lohnt, immer wieder unterwegs zu sein.
Unter dem Titel „*Hä?
- eine theatrale Führung“ wird im KOLK 17 das Museum zur Bühne:
Informativ wie unterhaltsam trifft Theater auf Museum und feiert damit Premiere
in der Museumsnacht. Führungen zum Thema „Figurentheater unterwegs“ beleuchten
zudem die Herkunftsorte vieler Exponate des Hauses und nehmen die Gäste mit auf
Entdeckungsreise zu den Figurentheaterbühnen aus Mitteleuropa, Ostasien und
Westafrika.
Speziell für Familien und
Kinder besteht in diesem Jahr die Möglichkeit, erste Programmpunkte der
Museumsnacht bereits am Nachmittag zu erleben: So öffnet das Seebadmuseum in
Travemünde bereits um 14.00 Uhr, mit dem Buddenbrookhaus kann um 15.00 Uhr
kindgerecht auf den Spuren des jungen Thomas „Tommy“ Mann durch Lübeck
gewandelt werden und um 17.30 Uhr performt das „Junge Schauspiel Lübeck“ auf
der Gartenbühne des Günter Grass-Hauses / Willy-Brandt-Hauses das Theaterstück
„Freunde“ von Helme Heine.
Folgende Galerien und
Partner sind des Weiteren auf der Museumsnacht vertreten: ArchitekturForumLübeck
e.V., Archiv der Hansestadt Lübeck, ARTE mani – Galerie der kleinen
Manufakturen, Atelier A, Atelierhaus Clemensstraße, atelier fuenfvier,
Bücherpiraten e.V.,, Defacto Art - Kunsttankstelle, POP UP Zeit.LAB,
Fernklangcarillon, Friseur Linientreu – der Salon, Galerie Ansichtssache,
Galerie für eine Nacht, Galerie Koch-Westenhoff, Galerie per-seh, GEDOK
Schleswig-Holstein e.V., GEDOK Fenstergalerie, Gemeinschaft Lübecker
Künstlerinnen und Künstler, Gemeinschaft Lübecker Märtyrer, Haus der Kulturen,
Haus Hansestadt Danzig, Kolumbarium DIE EICHE, Kutschenmuseum in der Lübecker
Altstadt, NIEDEREGGER - Marzipan aus Liebe. Seit 1806, Overbeck-Gesellschaft –
Kunstverein Lübeck, Schabbelhaus zu Lübeck, SITZEN… und mehr, St. Jakobi – in
Kooperation mit der Michael Haukohl-Stiftung, Synagoge der Jüdischen Gemeinde
Lübeck, team K, Weltladen Lübeck e.V., Werkkunstschule und Zentrum für
Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL).
https://luebecker-museen.de/museumsnacht-tickets