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Freitag, 27. November 2020

Corona

Corona-Schutzimpfung: Hamburgs zentrales Impfzentrum in den Messehallen ab Mitte Dezember betriebsbereit

Für Hamburg wird ein zentrales Impfzentrum errichtet, das in der Spitze eine Kapazität von über 7.000 Impfungen pro Tag vorhalten wird. Die Arbeiten zur Errichtung des Impfzentrums in den Messehallen sind bereits aufgenommen worden. Sie werden rechtzeitig abgeschlossen sein, um die ersten Impfungen zügig durchzuführen, sobald der Impfstoff verfügbar ist. In der Durchführung des Impfzentrums arbeitet die Stadt mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg zusammen. Wann und in welchem Ausmaß die Impfungen beginnen können, hängt von der Zulassung und Lieferung der Impfdosen ab. 

Die Planungen der Räumlichkeiten sind bereits abgeschlossen. Das Hamburger Impfzentrum wird entsprechend der Vereinbarungen im Bund ab Mitte Dezember zur Aufnahme des Betriebs bereitstehen. Die Einrichtung eines zentralen Impfzentrums mit hoher Kapazität hat gegenüber dezentralen Lösungen logistische Vorteile und geht auf die spezifischen Erfordernisse zur Lagerung, zum Transport sowie zur Verarbeitung des kühlbedürftigen Impfstoffes zurück: Voraussichtlich wird der zuerst bereitstehende Impfstoff so beschaffen sein, dass eine Verteilung zunächst nicht in Frage kommt.

Für wen die Impfungen zuerst bereitstehen, ist bundeseinheitlich gesetzlich geregelt. Eine Konkretisierung der Empfehlungen der unabhängigen Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut wird für Anfang Dezember erwartet. Entsprechend dieser Vorgaben werden Impfungen in einer ersten Phase voraussichtlich zunächst für Beschäftigte aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich, Personal in der kritischen Infrastruktur sowie Angehörige von Risikogruppen angeboten werden. In dieser Phase ist die Auswahl und Bereitstellung von Impfungen rein staatlich organisiert und wird in Hamburg auf unterschiedlichen Wegen erfolgen:

Für Personen, die in medizinischen Einrichtungen tätig sind, kommt gegebenenfalls eine Durchführung der Impfung am Tätigkeitsort in Betracht. Für Personen, die andere wichtige Aufgaben in der Infrastruktur übernehmen, wird die Impfung zentral im Impfzentrum angeboten werden. Insbesondere zur Impfung von Personen aus Risikogruppen, die beispielsweise in Pflegeeinrichtungen leben, plant Hamburg daneben auch mobile Impfteams, die zum Einsatz kommen können, wenn ein transportfähiger Impfstoff zur Verfügung steht. Mobile Impfungen in Einzelhaushalten sind ausgeschlossen.

Impfberechtigte Personen melden sich über ein Online-Tool oder ein eigens aufgebautes Callcenter, in welchem die Terminvereinbarung abgewickelt, die Impfberechtigung überprüft und ein Termin vor Ort im Impfzentrum vereinbart wird. Es ist damit zu rechnen, dass zwei Impfungen erforderlich sein werden. Impfungen ohne Anmeldung werden im Impfzentrum nicht stattfinden können.

Die Kosten für die Impfungen der ersten Phase werden zwischen dem Bund und dem Land Hamburg geteilt. Die Beschaffung der Impfstoffe erfolgt durch den Bund.

Je nach Fortschritt bei der Impfstoffentwicklung erfolgt der Übergang zu einer zweiten Phase: Erst wenn ein Impfstoff breit verfügbar und gut ausliefer- und lagerfähig ist, kann eine großflächige Impfung in medizinischen Einrichtungen und bei niedergelassenen Ärzten geplant werden.

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Sobald ein Impfstoff angeliefert werden kann, werden wir in Hamburg mit den Impfungen beginnen. Manche Frage ist im Moment noch offen, etwa, wann es genau losgehen kann, und wie viel Impfstoff bereitstehen wird, aber unsere Vorbereitungen laufen. Auf den letzten Metern vor dem Beginn der Corona-Schutzimpfungen werden wir sorgfältig vorgehen: Wenn ein Impfstoff bei uns zugelassen wird, dann ist er sicher. Entscheidend ist, dass wir nun einen wichtigen Schritt in dieser Pandemie gehen: Über das kommende Jahr hinweg wird immer mehr Impfstoff zur Verfügung stehen. Mit dieser Perspektive kommen wir gemeinsam etwas schwungvoller durch die verbleibenden Winterwochen!“.

 

 

Freitag, 29. Mai 2020

Update Corona

Informationen zum aktuellen Stand COVID-19 in Hamburg
Veröffentlichung der Corona-Zahlen ab morgen auf der Website der Stadt Hamburg

Kurz vor Pfingsten noch mal ein kurzes Update zu Corona: 
Ab morgen werden die aktuellen Corona-Fallzahlen in Hamburg unter folgendem Link veröffentlicht: www.hamburg.de/corona-zahlen. Dort findet man sowohl unter der Woche als auch am Wochenende die täglichen Zahlen - am Wochenende werden hingegen nicht mehr die aktuellen Krankenhaus-Zahlen angegeben.

 

Alle planbaren Behandlungen in Krankenhäusern wieder erlaubt

Ab dem 1. Juni 2020 dürfen Behandlungen und Operationen wieder ohne Einschränkungen in Hamburgs Krankenhäusern stattfinden. Auf den Intensivstationen müssen nur noch zehn Prozent der Betten (insgesamt 90 Betten) für COVID-19 Patientinnen und Patienten freigehalten werden statt wie bisher 25 Prozent (200 Betten). Auf Hamburgs Normalstationen (außer Psychiatrie) müssen zwei Prozent aller Betten freigehalten werden (rund 200 Betten) statt wie bisher zehn Prozent (1.000 Betten). Das hat die Gesundheitsbehörde den Hamburger Krankenhäusern in einem heute versandten Schreiben mitgeteilt.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: "Die aktuelle Lage erlaubt es uns, die Regelversorgung in Hamburgs Krankenhäusern wieder hochzufahren. Zurzeit werden nur 30 Hamburgerinnen und Hamburger mit einer COVID19-Erkrankung in Krankenhäusern behandelt. Es sollen keine Überkapazitäten für COVID19-Patienten zu Lasten der übrigen Versorgung reserviert werden. Sollte es in Hamburg zu einer veränderten Infektionsentwicklung kommen, können wir schnell reagieren und COVID-19-Betten zügig wieder ausbauen."

Die Gesundheitsbehörde kann die neu beschlossenen Freihalte-Quoten jederzeit tagesaktuell und bedarfsorientiert anpassen. Die Hamburger Plankrankenhäuser müssen weiterhin sicherstellen, dass am Coronavirus erkrankte Patientinnen und Patienten räumlich und personell strikt von nicht infizierten Patientinnen und Patienten getrennt werden. Darüber hinaus muss gewährleistet sein, dass ausreichend Schutzkleidung für das Personal und auch für betroffene Patientinnen und Patienten vorhanden ist und dass alle neu aufgenommenen Patientinnen und Patienten auch ohne Symptome auf COVID-19 getestet werden. Für diese Testungen werden die Plankrankenhäuser ein Zusatzentgelt zur Kostendeckung von den Krankenkassen erhalten.

Schulsporthallen nach Pfingsten wieder für den Vereinssport geöffnet

Die Hamburger Schulsporthallen stehen ab Dienstag nach Pfingsten (2. Juni 2020) wieder für die Nutzung durch die Hamburger Sportvereine zur Verfügung. Diese können die Hallen dann wochentags ab 17 Uhr nutzen. Die Hallen werden täglich vor Beginn der Nutzungszeiten gereinigt. Für die Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen sind die Vereine selbst verantwortlich. Die Vereine sind zudem verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erstellen und auf Verlangen vorzuweisen.
 

Aktuell neue Fälle von COVID-19-Infektionen und Zahl der Genesenen

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4.700 der zuvor mit dem Sars-CoV-2-Virus positiv getesteten und gemeldeten Personen als genesen betrachtet werden. Die Gesundheitsbehörde geht demnach derzeit von rund 130 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus. Seit der gestrigen Meldung wurden von den Gesundheitsämtern in Hamburg 4 weitere Fälle von Erkrankungen mit COVID-19 bestätigt. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit rund einer Woche im niedrigen einstelligen Bereich. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle seit Beginn der Corona-Pandemie liegt bei 5.075.
 
Nach den Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Hamburg 246 Personen mit einer COVID-19-Infektion verstorben. Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin konnte zum jetzigen Stand bei 222 Personen die COVID-19-Infektion als todesursächlich festgestellt werden.
 

Aktuelle Fälle von COVID-19 in der stationären Versorgung

Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 30 Personen mit Wohnort Hamburg aufgrund einer Erkrankung mit COVID-19 in stationärer Behandlung, davon werden 13 Personen intensivmedizinisch betreut. Die Zahlen sind seit längerem rückläufig.