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Sonntag, 12. Mai 2019

Sandskulpturen in Travemünde

Sandskulpturen-Festival in Travemünde

Maritime Abenteuer aus Sand und Wasser erwarteten mich gestern beim Sandskulpturen-Festival in Travemünde. Die Ausstellung wurde am 10. Mai eröffnet und ist noch bis zum 20. Oktober 2019 in drei überdachten Bootshallen zu besichtigen - in unmittelbarer Nachbarschaft zum Travemünder Fischereihafen. Der Besuch der Ausstellung hat sich gelohnt und ist sehr empfehlenswert!

Anfang April begann ein Aufbautrupp, rund 10.000 Kubikmeter Spezialsand und Wasser zu kompakten und festen Blöcken zu verdichten. Die Sandmassen stammen aus einem nahegelegenen Kieswerk bei Mölln. Es handelt sich um einen besonders scharfkantigen und spitzkörnigen Sand mit kleinen Quarz- und Lehmanteilen.
Im Anschluss sind 25 internationale Künstler, u.a. aus den Niederlanden, Russland, Lettland, Litauen, Ungarn und Deutschland, nach Travemünde gereist, um hier vor Ort Kunstwerke zu erschaffen.

Die Sandskulpturen-Künstler, auch "Sand-Carver" genannt, gehören zu den besten ihrer Zunft und wurden bereits in vielen Wettbewerben zu Welt- und Europameistern gekürt. Mehrere der Künstler waren gestern noch vor Ort und ich konnte ihnen zusehen, wie sie ihre Skulpturen vollendeten - war sehr interessant!
Die "Sand-Carver" standen vor der großen Herausforderung, die Kunstwerke von oben nach unten aus dem jeweiligen Block heraus zu schnitzen, wobei besonders auf Statik, Proportionen und Gewicht geachtet werden musste. Für die Grobarbeit wurden Schaufeln verwendet, für die Details Maurerbesteck, Tonwerkzeuge, Pinsel und Strohhalme. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Prächtige Unterwasserwelten, der Meeresgott Poseidon, Piratenschlachten und eine Risenkrake bestätigen, dass es sich bei den Künstlern um Experten handelt, die wirklich etwas von ihrem Handwerk verstehen. Ich jedenfalls war begeistert und kann einen Besuch des Sandskulpturen-Festivals nur empfehlen! 
 



 



 





 
 







 









11. Mai bis 20. Oktober 2019
täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr

www.sandskulpturen-travemuende.de

Samstag, 22. Februar 2014

Kunstprojekt "Datenmarkt"



DATENMARKT:  Erster Supermarkt ermöglicht Einkauf mit persönlichen Facebook-Daten

Mit Facebook-Posts Produkte im Supermarkt bezahlen: Vision oder Wirklichkeit?  In Hamburg ist das Realität - jedenfalls bis heute. Florian Dohmann, Maximilian Hoch und Manuel Urbanke haben ein Kunstexperiment ins Leben gerufen, das zum Nachdenken anregt....

Jeder weiß: Daten sind wichtige "Währung" unserer Zeit. Viele Menschen gehen jedoch nicht gerade vorsichtig mit ihren persönlichen Daten um. Facebook, What's App & Co. lassen grüßen.

Der "Datenmarkt"-Supermarkt in Hamburg thematisiert dieses tägliche intransparente Geschäft mit privaten Daten und stellt provokativ die Frage:
Wie hoch ist die Bereitschaft der Menschen, ihre Daten gegen reale Waren einzutauschen?




Ich habe den Datenmarkt heute besucht: Ein kleiner Supermarkt in der  Eppendorfer Landstraße mit Angeboten von Milch über Toastbrot bis hin zu Fruchtkonserven. Durchsagen weisen auf aktuelle Angebote hin und die Verkäufer sind hilfsbereit. Interessant: Tatsächlich kaufen hier einige Kunden ein und stehen an der Kasse an. Bezahlt haben sie weder bar noch mit EC- oder Kreditkarte, sondern mit Likes, Fotos, Comments und privaten Facebook-Nachrichten. 



Beim Bezahlvorgang muss sich jeder Kunde in seinem Facebook-Account mit Passwort anmelden. Eine speziell programmierte App zieht anschließend beliebige Daten aus der Timeline ab. Die Menge der Daten richtet sich nach dem Preis des Einkaufs, denn alle Produkte kosten unterschiedlich viele Daten.



Wie im realen Leben, bekommt jeder Kunde auch einen Kassenbon. Darauf werden alle persönlichen Daten abgedruckt, die zum Kauf geführt haben. Ganz getreu dem Motto: Transparenz ist Trumpf!



Interessantes Projekt - allerdings bisher nur ein Kunstprojekt, das heute seinen Abschluss fand. Und einige Gedanken zum Thema Datensicherheit hinterließ. Ein Thema, das uns alle noch maßgeblich in der Zukunft beschäftigen wird. Snowden lässt grüßen!