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Sonntag, 1. Mai 2022

GreenKayak

GreenKayak-Saison startet
Paddeln für die Umwelt – Gratis-Kajaks zum Müllsammeln


Der Winter ist überstanden und es heißt wieder raus aufs Wasser. Ab dem 1. Mai stehen die GreenKayaks für Gratis-Paddeltouren bereit. Die einzige Bedingung: beim gemeinsamen Paddelspaß das Wasser vom Müll befreien. Im vierten Jahr fördert die Umweltbehörde bereits die grünen Kajaks der dänischen NGOs, die schon über 18 Tonnen Müll aus Hamburgs Gewässern gefischt haben.


Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft:
„Nach nun bereits drei Jahren erfolgreichem Müllsammeln, freue ich mich, dass die GreenKayak Saison in Hamburg bald in die vierte Runde startet. Es ist toll, dass wir in Hamburg u. a. durch die Alster die Möglichkeit haben, Wassersport und Freizeit mitten in der Stadt zu ermöglichen. Umso wichtiger ist es mir als Umweltsenator, dass unsere Gewässer sauber bleiben. Dafür stellen die GreenKayaks eine großartige Möglichkeit da. In den letzten Jahren haben bereits über 5.000 Menschen das Angebot genutzt. Ich wünsche mir, dass sich auch dieses Jahr wieder ganz viele Menschen ins Kajak setzen, lospaddeln und Müll sammeln.“


Oke Carstensen, Mitgründer der NGO GreenKayak:
„Die Umweltbehörde Hamburg war unser erster internationaler Partner und unterstützt GreenKayak seit 2019. Gemeinsam haben wir zigtausende Hamburger:innen für den Umweltschutz gewinnen können. Wir freuen uns sehr, dass diese erfolgreiche Zusammenarbeit nun verlängert wird.“

Seit April 2019 gibt es GreenKayak in Hamburg, seitdem wurden über 18.600 kg Müll von mehr als 5.000 Menschen aus den Hamburger Gewässern gefischt. In der letzten Saison 2021 kamen dabei rund 5,6 kg Müll pro Tour zusammen. Gegründet wurde GreenKayak 2017 mit großem Erfolg in Dänemark, Hamburg war der erste Standort der NGO außerhalb Dänemarks. Inzwischen liegen die grünen Kajaks auch in zahlreiche anderen Städten wie Dublin, Bergen, Oslo, Stockholm und Berlin. Gemeinsam haben die GreenKayak-Standorte bereits mehr als 60 Tonnen Müll aus den Flüssen, Seen und Häfen gesammelt und so einen beachtlichen Teil zum Umweltschutz beigetragen.

Hamburg besitzt fünf Verleihstationen in verschiedenen Ecken der Stadt. Dabei kann sowohl auf der Alster und in den anliegenden Kanälen gesammelt werden, als auch auf der Gose-Elbe und der Bille. Bei folgenden Vermietungen in Hamburg können die insgesamt acht Kajaks ab dem 1. Mai ausgeliehen werden: Zur Gondel, Kaemmererufer 25; SUP CLUB Hamburg, Isekai 1, Seehaus Hamburg, An der Alster 10A, Bootshaus Bergedorf, Schillerufer 41 und Paddel-Meier, Heinrich-Osterath-Straße 256.

Die robusten grünen Zwei-Personen-Boote können ohne Vorerfahrung genutzt werden. An Bord sind neben zwei Schwimmwesten, einem Eimer und zwei Müllgreifern auch eine Gewässerkarte und ein Infoflyer mit Tipps, welche Bereiche nicht befahren werden sollten, um Vögel oder sensible Pflanzen zu schützen. Nach der Tour wird die gesammelte Müllmenge gewogen und registriert.

Unter dem Hashtag #greenkayak sollen in den Sozialen Medien Fotos und Berichte von den Paddeltouren geteilt werden.

Buchungen sind ab sofort möglich unter https://bookings.greenkayak.org

Weitere Informationen unter www.hamburg.de/greenkayak

Freitag, 10. September 2021

NABU

18. September 2021:
Internationaler Küstenputztag

Freiwillige sammeln deutschlandweit Müll
Start in Neuss am Rhein

Immer im September rund um den Internationalen Küstenputztag wird dem Müll in Meer und Flüssen der Kampf angesagt: In ganz Deutschland sammeln Aktive von NABU und NAJU Plastikreste, Kippen und Unrat an Stränden und Ufern. Ein großer Rhein-Clean-up läutet die Putzaktionen in diesem Jahr ein.

"Koordinierte Sammelaktionen helfen, unsere Natur von gefährlichen Abfällen zu befreien und liefern wichtige Informationen über das Ausmaß und die Herkunft des Mülls", so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Wir freuen uns über viele engagierte Menschen, die beim Müllsammeln tatkräftig mit anpacken."

 

Los geht es am 11. September mit einem Clean-up am Rhein bei Neuss in Nordrhein-Westfalen. "Gemeinsam mit den Gewässerrettern, unserer Partnerschaft mit den großen olympischen Wassersportverbänden, wollen wir das Ufer des Rheins auf mehreren Kilometern von Plastikmüll und Unrat befreien", sagt David Pfender, NABU-Referent für Meere ohne Plastik. Organisiert wird der Clean-up vom Neusser Ruderverein. Zu den Gewässerrettern gehören der Verband Deutscher Sporttaucher, der Deutsche Seglerverband, der Deutsche Kanu-Verband und der Deutsche Ruder-Verband.

© Iris Barthel

Weltweiter Küstenputztag ist in diesem Jahr der 18. September. Er wird bereits seit über 35 Jahren veranstaltet. Im vergangenen Jahr waren bei den NABU-Sammelaktionen 3.693 Kilo zusammengekommen. Rund 460 Menschen hatten sich am Küstenputztag beteiligt.

 

© Felix Paulin

"Müll sammeln allein reicht aber nicht", betont Pfender. "Auch die Politik muss handeln, endlich Einwegplastik konsequent verbannen und die Möglichkeiten der Vorgaben aus Brüssel in vollem Umfang nutzen." Zwar sei die seit Anfang Juli geltenden Einwegkunststoffrichtlinie ein Schritt in die richtige Richtung. "Jetzt muss die Richtlinie aber in Deutschland umgesetzt werden. Dabei muss die erweiterte Herstellerverantwortung so gestaltet werden, dass sie eine Lenkungswirkung hin zu einer deutlichen Müllreduktion entfaltet, etwa durch mehr kreislauffähige und reparierbare Produkte."

Müllsammeln ist nicht nur für die Natur ein Gewinn: Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Gewässerretter-Wettbewerb. Dabei können besonders fleißige Müllsammlerinnen und -sammler 333 Euro gewinnen.

 

Wegen der Corona-Pandemie bittet der NABU darum, beim Müllsammeln die Abstandregeln einzuhalten. 1,5 Meter zwischen den Aktiven sollen es mindestens sein.

 

Mehr Infos zu den Gewässerrettern und dem Gewässerretter-Wettbewerb: www.gewaesserretter.de

 

NAJU-Aktionen: www.trashbusters.de/aktionswochen

Donnerstag, 26. August 2021

NABU: Umwelt/Fledermäuse

Zur Batnight: NABU gibt vier Tipps für einen fledermausfreundlichen Garten

Am 28. und 29. August findet die 25. europaweite Nacht der Fledermäuse statt

Braunes Langohr © Dietmar Nill

Vampire, Halloween und Horrorfilme: Bei Fledermäusen denken viele Menschen an Unheimliches. Dabei sind die Fledertiere alles andere als gruselig. Zur 25. Batnight am 28. und 29. August 2021 kann man die Tiere bei rund 100 regionalen NABU-Veranstaltungen erleben und ihre faszinierenden Flugkünste in der Dämmerung beobachten.

Braunes Langohr im Flug © Dietmar Nill

Die europaweite Batnight soll hartnäckige Vorurteile gegenüber den "Kobolden der Nacht" abbauen und auf deren schwierige Situation aufmerksam machen. "Unsere heimischen Fledermäuse beißen nicht und saugen kein Blut – sie fressen ausschließlich Insekten", sagt Sebastian Kolberg, NABU-Artenschutzexperte. "Probleme bereitet ihnen das Insektensterben, das sich negativ auf die Bestände auswirken könnte. Sie leiden außerdem stark unter Wohnungsnot." Durch die Sanierung alter Gebäude und das Abholzen von alten Bäumen fänden Fledermäuse immer weniger Unterschlupf, so Kolberg. 

Braunes Langohr © Grimmberger
Von den 25 in Deutschland heimischen Arten sind drei akut vom Aussterben bedroht. Vier Arten gelten als stark gefährdet und weitere fünf stehen auf der Vorwarnliste. Kolberg: "Umso wichtiger ist es, mit Aktionen wie der Batnight über die Tiere aufzuklären und zu vermitteln, wie ihnen geholfen werden kann. Etwa, indem man seinen Garten fledermausfreundlich gestaltet." 

 

Mausohren © Karl-Heinz Bickmeier

Der NABU gibt dazu vier Tipps:

 

Ein Beet als Büffet: Nachtblühende, nektarreiche Blütenpflanzen, zum Beispiel Leimkraut, Seifenkraut und Wegwarte, sind ein Feinschmeckerlokal für die Tiere. Durch ihren intensiven Duft locken die Pflanzen Nachfalter an, die Lieblingsspeise vieler Fledermausarten. Je artenreicher der Garten, desto mehr Insekten tummeln sich dort.

 

Ein Haus für die Fledermaus: Höhlen und Spalten in und an alten Bäumen, am Gebäude, in Kellern oder Kartoffelmieten werden gern als Quartier genutzt. Wo es das nicht gibt, kann Wohnraum geschaffen werden. Ein Fledermausbrett oder ein Flachkasten an der Giebelwand sowie Höhlenkästen werden von den Tieren gerne angenommen. Viele Kästen lassen sich auch in Bäumen anbringen. Geeignete Fledermauskästen gibt es im Fachhandel – oder man baut sie einfach selbst.

 

Einen Teich anlegen: Wasser zieht viele Insekten an – und bietet Fledermäusen so einen reich gedeckten Tisch.

 

Garten ohne Gift: Herbizide und Kunstdünger haben in einem naturnahen Garten nichts verloren. Wer Fledermäusen helfen will, setzt auf giftfreies Gärtnern.

 

Gärtnerinnen und Gärtner, die diese Tipps beherzigen, können besonders jetzt im Spätsommer die Flugkünste von Zwergfledermaus, Großem Abendsegler & Co. am Abendhimmel bewundern.

Alle Termine auf einen Blick:
www.nabu.de/aktionenundprojekte/batnight/termine

Mehr Informationen zu Fledermäusen: www.NABU.de/Fledermaus

Freitag, 25. Juni 2021

NABU Schutz der Meere

© NABU / Philip Scholl

NABU: Ausverkauf der Meere stoppen!

NABU übergibt Petition mit 33.000 Unterschriften an das Bundesumweltministerium

Krüger: Meeresraumordnung muss Nutzungskonflikte wirksam lösen

Ich interessiere mich für Umweltschutz. Daher teile ich heute eine interessante Information vom NABU auf meinem Blog:
Mehr Nutzung, weniger Schutz – auf diesen fatalen Kurs hat das federführende Bundesinnenministerium den finalen Entwurf des marinen Raumordnungsplans gebracht. Auf den letzten Metern wurden zahlreiche Regelungen zum Schutz der Meere gekippt. Dagegen wendet sich der NABU mit einer Petition, die 33.000 Menschen unterzeichnet haben. Sie wurde am 23. Juni ans Umweltministerium übergeben.

© NABU / Volker Gehrmann

"Der Raumordnungsplan für die deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone umfasst eine Fläche größer als Belgien und stellt die Weichen für die nächsten Jahrzehnte. Wie kann es sein, dass ein so gewaltiger Prozess am Parlament vorbeigeht und Entscheidungen hinter verschlossenen Behördentüren stattfinden?", kritisiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. "Mit unserer Petition richten wir einen dringlichen Appell an Bundesumweltministerin Schulze: Der Schutz der Meere liegt in Ihrer Verantwortung. Verweigern Sie bitte dieser Raumordnung Ihre Zustimmung und fordern Sie mehr Schutz für Schweinswale und Seevögel!"

Insbesondere unter dem Druck des Bundeswirtschaftsministeriums konnten sich kommerzielle Interessen im Plan durchsetzen. So ist das ursprüngliche Leitbild des Meeresnaturschutzes vollends verloren gegangen. Dabei fordert die EU-Biodiversitätsstrategie 30 Prozent der Meere unter Schutz zu stellen, zehn Prozent unter strengen Schutz. Die vorgelegte deutsche Raumordnung torpediert dieses europaweite Ziel. Denn 89 Prozent der Fläche der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone ist für Nutzung vorgesehen, selbst die Schutzgebiete.

"Deutschland sendet ein fatales Signal in die Welt und verspielt seine internationale Glaubwürdigkeit beim Schutz der Meere. Wenn sich der Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums jetzt zitieren lässt, dass sich der Schutz bedrohter Arten einem überhöhten Ausbauziel für Offshore-Windenergie unterordnen muss, dann ignoriert er ebenso geltendes Naturschutzrecht wie die Empfehlungen des Weltklima- und des Weltbiodiversitätsrates. Die Lösung der beiden globalen Krisen liegt im Miteinander von Natur- und Klimaschutz, in den sogenannten ‚Nature-based-Solutions‘, alles andere führt uns in die Sackgasse", mahnt NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff.

Detloff ist einer der Sachverständigen in einer Anhörung des Bauausschusses im Bundestag am 23. Juni. Dort stellt er für den NABU Empfehlungen für die finale Konsultationsrunde der marinen Raumordnung vor: Der Ausbau der Offshore-Windenergie muss außerhalb von Schutzgebieten realisiert werden und sich an den ökologischen Belastungsgrenzen der Nord- und Ostsee orientieren. Gleiches gilt für eine nachhaltige Schifffahrt und den Rohstoffabbau. Meeresschutzgebiete müssen perspektivisch frei von Nutzungen sein, die die Schutzziele untergraben. Sogenannte ‚Multi-Use-Ansätze‘ für konkurrierende wirtschaftliche Nutzungen müssen außerhalb der Schutzgebiete entwickelt und umgesetzt werden. Nur so kann nach Auffassung des NABU die marine Raumordnung, wie von der Europäischen Kommission gefordert, einen Beitrag zur Erreichung des guten Umweltzustands der Meere leisten.

Hintergrund

Die aktuell entwickelten Raumordnungspläne legen die Nutzung der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in Nord- und Ostsee für die nächsten Jahrzehnte fest. Damit hat der Prozess eine Schlüsselfunktion für den Schutz von Nord- und Ostsee. Derzeit läuft die Ressortabstimmung. Der NABU hatte sich gemeinsam mit anderen Umweltverbänden von Anfang an mit Stellungnahmen eingebracht. Kernforderungen der Verbände blieben bisher unberücksichtigt.

Mehr Infos hier: www.NABU.de/meereundklima und https://mitmachen.nabu.de/de/pledge