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Mittwoch, 24. September 2025

Postbank Digitalstudie 2025

Rekord: Deutsche sind ganze drei Tage pro Woche online

- Mehrheit nutzt das Smartphone, um ins Internet zu gehen
- Knapp drei Viertel der Bundesbürger wollen die private Internetnutzung 
  nicht weiter steigern 


Die Bundesbürger verbringen so viel Zeit im Internet wie nie zuvor. Knapp 72 Stunden ist jeder Deutsche im Schnitt pro Woche online; das sind umgerechnet drei Tage. Vor fünf Jahren lag die wöchentliche Internetnutzung noch bei rund 56 Stunden. Jüngere Deutsche sind dabei deutlich online-affiner als ältere: Die 18- bis 39-Jährigen verbringen pro Woche fast 86 Stunden im Internet, bei den ab 40-Jährigen sind es mehr als 65 Stunden. Fast immer dabei: das Smartphone. Neun von zehn Deutschen gehen damit mobil online. Das sind Ergebnisse der repräsentativen "Postbank Digitalstudie 2025".

Deutsche verbringen die meiste Zeit mit dem Smartphone online

"Das Internet ist der zentrale Taktgeber im Alltag. Messenger, Streaming, aber auch das mobile Banking sind für viele inzwischen selbstverständlich", sagt Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank. "Dabei ist das Smartphone zum ständigen Begleiter geworden, mit großem Abstand vor Laptops und Tablets". Wie wichtig das Smartphone für das digitale Leben ist, zeigt auch die Nutzungsdauer. Mit keinem anderen Gerät verbringen die Bundesbürger mehr Zeit im Internet: Fast 26 Stunden sind sie damit pro Woche online - knapp zehn Stunden mehr als noch vor fünf Jahren. Dahinter rangieren Notebooks und Laptops mit gut 11 Stunden und Desktop-PCs mit fast 10 Stunden. 

Was machen die Deutschen online? 81 Prozent nutzen mehrmals pro Woche bis täglich Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Signal. Sieben von zehn suchen gezielt nach Informationen und Nachrichten, ebenso viele sind regelmäßig in sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook aktiv. Jeweils rund die Hälfte der Befragten schaut Videos auf YouTube und Filme oder Serien auf Streaming-Plattformen oder erledigt online Bankgeschäfte. "Schon seit eiigen Jahren zählen wir um ein Vielfaches mehr Log-Ins per App als über das klassische Online-Banking", verdeutlicht Thomas Brosch. "Die App hat sich zum Hauptzugang beim Banking entwickelt - mit unserer "Mobile-First"-Strategie  sind wir als Postbank daher auf dem richtigen Weg".

Jüngere surfen besonders viel - und haben gute Vorsätze


Die intensive Nutzung führt bei vielen aber auch zu einer Sättigung: 72 Prozent der Befragten wollen ihre Online-Aktivität nicht weiter steigern. Ein knappes Fünftel will die Zeit im Internet sogar bewusst einschränken. Vor allem die Jüngeren denken darüber nach: 36 Prozent der 18- bis 39-Jährigen wollen künftig weniger online sein und sich zum Beispiel persönlich mit Familie und Freunden treffen. "Der Wunsch, das Online-Leben bewusst zu steuern, wächst - vor allem bei jungen Menschen. Für uns als Bank heißt das "Wir müssen Lösungen bieten, die funktionieren und sich gut anfühlen - verlässlich, sicher und mit echtem Mehrwert im Alltag", so Thomas Brosch.  

Über die Postbank Digitalstudie 2025:

Für die "Postbank Digitalstudie 2025 - die digitalen Deutschen" wurden zwischen Mai und Juni dieses Jahres 3.050 EinwohnerInnen befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im elften Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in verschiedenen Lebensbereichen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Mikrozensus 2022 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären. 

Donnerstag, 30. Januar 2025

Bitkom Studie

Bitkom Studie: Mehrheit der Deutschen kauft wegen personalisierter Werbung

  • Deutsche Unternehmen geben 30,9 Mrd. Euro für digitales Marketing aus, 268.000 Beschäftigte in der Branche
  • KI ermöglicht Hyperpersonalisierung der Werbung

Kleidung in der Lieblingsfarbe, Hotelangebote passend zum schon gebuchten Flug, Tickets für Konzerte von der persönlichen Playlist – große Teile der Online-Werbung sind inzwischen personalisiert. Mit Erfolg: 54 Prozent der Deutschen haben mindestens einmal ein Produkt online gekauft, nachdem sie personalisierte Werbung dazu gesehen oder gehört haben. 44 Prozent gingen deshalb sogar in ein Geschäft vor Ort. Dabei nimmt die Mehrheit der deutschen Internetnutzerinnen und -nutzer personalisierte Werbung häufig auf Social Media wahr (54 Prozent). Aber auch in Online-Shops (51 Prozent), über Suchmaschinen (45 Prozent) oder E-Mail-Dienste (40 Prozent) stoßen Konsumentinnen und Konsumenten oft auf diese Form von Anzeigen. Jeweils etwa ein Drittel (36 Prozent) gibt zudem an, personalisierter Werbung häufig auf Online-Nachrichtenseiten, bei Video-Streamingdiensten (36 Prozent) oder Audio-Streamingdiensten (32 Prozent) zu begegnen. Das sind Ergebnisse einer Bitkom-Studie zum Wertbeitrag des digitalen Marketings, im Rahmen derer eine Befragung unter 1.010 Internetnutzerinnen und -nutzern ab 16 Jahren durchgeführt wurde. „Personalisierte Werbung ist für die Kundinnen und Kunden oft interessanter und für die Unternehmen effektiver als herkömmliche, nicht-personalisierte Werbung“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom.

Unabhängig vom Produkt, das Inhalt der personalisierten Werbung ist: Ein gutes Drittel der Internetnutzerinnen und -nutzer nimmt diese neutral und damit weder als besonders störend noch als besonders nützlich wahr. Im Detail gibt es aber deutliche Unterschiede: So werden personalisierte Anzeigen für alltägliche Produkte eher als nützlich wahrgenommen, etwa für Lebensmittel und Getränke (36 Prozent), Kleidung und Accessoires (35 Prozent) bzw. Unterhaltungsangebote (33 Prozent). Bei sehr teuren oder besonders individuellen Angeboten oder Inhalten wird personalisierte Werbung nur noch von rund einem Fünftel als nützlich bewertet: etwa bei Immobilien (21 Prozent), Finanz- oder Versicherungsdienstleistungen (20 Prozent) und am wenigsten bei politischen Parteien (19 Prozent).  

Insgesamt sind sich zwei Drittel der Internetnutzerinnen und -nutzer einig, dass ohne personalisierte Online-Werbung deutlich mehr Internetseiten oder Online-Dienste kostenpflichtig wären (65 Prozent). Auch mit Blick auf die bevorzugt genutzten Webseiten wird klar, dass die Mehrheit lieber Werbung sieht, als für Inhalte zu zahlen: Knapp die Hälfte besucht lieber kostenfreie Webseiten mit nicht-personalisierter Werbung (47 Prozent), über ein Drittel bevorzugt kostenfreie Seiten mit personalisierten Werbeinhalten, und lediglich 16 Prozent geben an, kostenpflichtige Webseiten ohne Werbeinhalte vorzuziehen.

Ein etwaiges Verbot von personalisierter Online-Werbung hält fast die Hälfte (46 Prozent) für wirtschaftsschädigend, aus ihrer Sicht wäre mit negativen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland zu rechnen. Denn diese Form der Werbung hilft aufgrund ihrer geringeren Kosten kleinen Unternehmen, im Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben – das denken knapp zwei Drittel der Internetnutzerinnen und -nutzer (64 Prozent). Und auch Unternehmen in Nischenmärkten hätten ohne personalisierte Online-Werbung deutlich größere Schwierigkeiten, ihre Kundschaft zu erreichen – davon sind ebenfalls zwei Drittel überzeugt (63 Prozent).

Digitales Marketing als Wirtschaftsfaktor

Das digitale Marketing, zu dem auch die personalisierte Online-Werbung gehört, stellt inzwischen einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar. Die Ausgaben in der Branche steigen seit Jahren kontinuierlich und trotzen wirtschaftlichen Krisen. Im Jahr 2024 belief sich die Summe der Ausgaben unter Berücksichtigung von Personalkosten auf 30,9 Milliarden Euro. Auch die Beschäftigung wächst stetig: Seit 2018 ist die Anzahl der Jobs in der Branche um etwa die Hälfte gestiegen und lag 2024 bei 267.821 direkten Beschäftigten im digitalen Marketing. Die Gehälter in diesem Wirtschaftszweig legen ebenfalls zu: von durchschnittlich knapp 49.000 Euro im Jahr 2018 auf gut 63.500 Euro in 2024. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4,43 Prozent in diesem Sechs-Jahres-Zeitraum. Und auch der Staat profitiert: Die Steuererträge aus Einkommen betrugen im Sektor des digitalen Marketings 7,56 Milliarden Euro für das Jahr 2024, das sind etwa 24,5 Prozent der Gesamtausgaben.

Wie KI das digitale Marketing verändern wird

Parallel zum wirtschaftlichen Wachstum verändern sich durch den Einzug von KI in die Unternehmen auch die Qualifikationsprofile im digitalen Marketing. So werden KI-Spezialistinnen und -Spezialisten bereits heute stark nachgefragt: Rund jede zehnte Stellenanzeige verlangt explizit nach KI-Skills und verwendet Schlüsselworte wie „KI“, „ChatGPT“ oder „Prompt“ (8 Prozent). In den Stellenanzeigen von Unternehmen mit 501 bis 1.000 Mitarbeitenden sind es sogar bereits 14 Prozent, die das Schlagwort „KI“ beinhalten. In der Zukunft wird sich diese Entwicklung weiter verstärken: „Für Neu- und Wiedereinsteiger im digitalen Marketing werden Kompetenzen im Umgang mit KI in den nächsten Jahren unabdingbar. Die entsprechenden Anwendungen werden menschliche Fachkräfte im Regelfall nicht ersetzen, sondern in ihrer Arbeit unterstützen und sie so produktiver machen“, so Rohleder. Klassische Qualifikationen und Eigenschaften wie ein Studium (38 Prozent), Berufserfahrung (34 Prozent), Social Media (31 Prozent), SEO (Suchmaschinenoptimierung, 25 Prozent) oder Kreativität (20 Prozent) bleiben trotzdem wichtig.

In den alltäglichen Aufgaben des digitalen Marketings macht sich der Einfluss von KI heute bereits bemerkbar. So haben Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini bei der Erstellung von Inhalten wie Texten, Bildern, Musik und Videos bereits ihren festen Platz. Außerdem können Ressourcen durch KI über alle Kanäle des digitalen Marketings hinweg gezielter eingesetzt werden. Die Möglichkeiten reichen von automatisierten Tests und Budgetanpassungen im Kampagnenmanagement über eine präzisere Identifikation und automatische Segmentierung in der Zielgruppenanalyse bis hin zu prädiktiven Analysen von Kaufverhalten oder Anzeigenperformances. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Spezialistinnen und Spezialisten, die diese Vorteile für Unternehmen nutzbar machen. Es entstehen neue Berufsbilder wie KI-Trainer oder Datenethiker, und Marketingfachkräfte werden nicht mehr umhinkommen, zumindest grundlegende KI-Fähigkeiten zu beherrschen.

Für die personalisierte Online-Werbung bedeutet künstliche Intelligenz zukünftig vor allem eines: Hyperpersonalisierung. Durch KI ist ein höchst präziser Zuschnitt von Anzeigen möglich. Rohleder: „Hyperpersonalisierung ist die nächste Stufe des digitalen Marketings. Mithilfe von Echtzeit-Daten oder präzisen Verhaltensanalysen können Inhalte und Angebote noch genauer auf die Kundinnen und Kunden zugeschnitten werden“, betont Bitkom-Hauptgeschäftsführer Rohleder.

Freitag, 27. Januar 2023

Buchtipp

Immersive Unternehmenswelten:
Wie Virtual, Augmented und Mixed Reality die Wirtschaft verändern können

In den nächsten Jahren werden wir die Weiterentwicklung des heutigen Internets in den virtuellen Raum - das Metaverse - erleben. Immer mehr Unternehmen und Organisationen beziehen Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) mit in ihre Kommunikations-Aktivitäten ein - denn dadurch wird das Metaverse erst richtig interessant. Daher ist es wichtig, sich mit diesem Thema im Rahmen der Digitalisierung zu beschäftigen. Die Immersion - das "Eintauchen" der Nutzer:innen in die virtuelle Realität - wird eine immer größere Rolle spielen. Schon bald wird in vielen Bereichen der Zugang zum Internet über VR- oder AR-Brillen erfolgen. Doch wo genau werden diese Brillen eingesetzt? Hier kommen Themen wie Ausbildung, Trainings oder Unterhaltung, aber auch Kommunikation und Verhaltensforschung zum Zuge.

Im Rahmen meiner Dozententätigkeit bin ich immer auf der Suche nach neuer und guter Literatur für meine Vorträge. Dieser Titel von Jeremy Dalton und Olaf Acker aus dem Verlag Schäffer-Poeschel erschien jetzt in der 1. Auflage und sprach mich an, weil der Zugang ins Internet und in virtuelle Räume mittels VR- und AR-Technologie ganz neue Einsatzgebiete und damit auch neue Geschäftsmodelle eröffnen wird. Ich selbst bin ja schon seit vielen Jahren im Rahmen meiner Trainings für ein großes Weiterbildungsinstitut in virtuellen Lernräumen mit meinem Avatar unterwegs und damit sehr vertraut. 

Das Buch bietet zahlreiche Beispiele, wie sich mit den VR- und AR-Brillen Anwendungen in versdchiedensten Branchen umsetzen lassen. Alle Kommunikationsexpert:innen sollten sich daher rechtzeitig mit diesem wichtigen Thema beschäftigen. Das Buch bietet dafür eine gute Grundlage und einen schnellen Einstieg. Habe ich Euer Interesse geweckt?

Hier könnt Ihr den Titel bei Interesse bestellen:
https://shop.schaeffer-poeschel.de/prod/immersive-unternehmenswelten

Montag, 23. Mai 2022

OMR

OMR Festival feiert Comeback mit Rekordwerten

OMR22_ © OMR_JulianHukePhotography_Kai Pflaume will.i.am

800+ Speaker:innen, über 1.000 Partner und Aussteller, 250 Masterclasses, die OMR Konferenz, zwei neue Event-Formate,  OMR Expo und zahlreiche Live-Acts – das alles konnten die rund 70.000 Besucher: innen bei OMR22 vor Ort in der Hamburger Messe erleben.
Die  Zusammenkunft der Digitalbranche fand erstmals seit 2019 wieder statt, die nächste Ausgabe soll am 09. und 10. Mai 2023 folgen.


OMR22_© JulianHukePhotography_

Das OMR Festival ist zurück und sein Comeback ist aus Sicht des Ausrichters OMR geglückt: sowohl die Teilnehmerzahlen sind auf deutlich mehr als 70.000 Teilnehmer:innen gestiegen (2019: 52.000), als auch das Angebot: erstmals deckte das Event alle 8 großen Messehallen auf dem Hamburger Messegelände ab. Das OMR22 Programm gestalteten über 800+ Top-Sprecher:innen und Referent:innen, darunter Branchen-Expert:innen, Entscheider:innen des Digital Businesses, erfolgreiche Gründer:innen, Investor:innen und sogar Hollywood-Größen wie US-Schauspieler Ashton Kutcher und Regisseur und New York Bestseller Autor Quentin Tarantino. Das OMR Festival ist damit, gemessen an den Besucherzahlen, in den Kreis der größten Branchenevents weltweit aufgestiegen. Darüber hinaus wurde traditionell für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt: Partys an den Ständen der über 500 Aussteller, darunter Branchenriesen wie Meta, Google und Salesforce und insgesamt elf Live-Konzerte von Musik-Acts wie Sido, RIN, Marteria, Kraftklub, Zoe Wees und vielen weiteren.

OMR22_© OMR_Fredo Gerdes Martinistrae

Die OMR Konferenz – unter anderen mit Ashton Kutcher und Quentin Tarantino

Die aktuell wichtigsten Digital-Trends wurden am zweiten Festival-Tag auf der Conference-Stage diskutiert. OMR-Gründer Philipp Westermeyer präsentierte mit seiner Keynote “State of the German Internet” zu Beginn einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen der digitalen Welt. Donata Hopfen, Geschäftsführerin der Deutschen Fußball-Liga (DFL), skizzierte ihren digitalen Zukunftsplan für die Bundesliga und auch Autor Rutger Bregman und „Gorillas“- Gründer Kagan Sümer berichteten von ihren Gedanken und Plänen. Der Investor und Autor Matthew Ball beschrieb das Phänomen Metaverse. Er zählt in diesem Bereich weltweit zu den wichtigsten Vordenkern.

OMR22_OMR_Tina Müller

Außerdem trat die Vorstandschefin der Parfümerie-Kette Douglas, Tina Müller, gemeinsam mit Rapperin und Social-Media-Star Shirin David auf. Für Hollywood-Flair in Hamburg sorgten derweil Schauspieler Ashton Kutcher und New York Times Bestseller-Autor Regisseur Quentin Tarantino.

Newcomer 2022: FUTURE MOVES – New Mobility Summit und Finance Forward Konferenz

OMR22_ © OMR_Arne Bornheim_Gabor Steingart

Auf starkes Interesse bei den Besucher:innen stießen während OMR22 auch die Events, die in diesem Jahr Premiere feierten. Am ersten Tag wurde die Konferenzbühne einen Tag lang Plattform für Visionen, neue Konzepte und zukunftsweisende Projekte im Mobilitätsbereich.  Internationale Speaker wie will.i.am, Tony Fadell und weitere berichteten, wie sie die Transformation der Fortbewegung vorantreiben. Für einen erfolgreichen Wandel bedarf es jedoch auch einer neuen Herangehensweise an Stadtplanung und -entwicklung, wie der dänische Star-Architekt Bjarke Ingels berichtete. Einblicke gaben auch führende Vertreter:innen aus der Autobranche, etwa Henrik Wenders von Audi oder Oliver Blume von Porsche. FUTURE MOVES Host Kai Pflaume begrüßte auch Gründer:innen und CEOs von Mobility-Unternehmen wie FREE NOW, Tier Mobility, Miles Mobility und MOIA sowie vom HVV und der S-Bahn Hamburg. Vodafone und Meta ergänzten die vielfältigen Blickwinkel durch Eindrücke aus der Sicht der Digitalbranche. Die beiden Rennfahrer:innen Felix von der Laden und Sophia Flörsch gaben einen Ausblick auf die Zukunft des Motorsports. FUTURE MOVES wurde initialisiert, um alle die zu vernetzen, die sich mit der Idee einer nachhaltigen, digitalisierten Mobilität identifizieren.

Erstmals gab es im Rahmen des OMR Festivals eine eigene Bühne für die Transformation der Finanzwelt auf der Finance-Forward-Konferenz. Die spannendsten Köpfe der Branche versammelten sich hier, um zu Trends, Technologien und die wichtigsten Fragen rund um Fintechs, Neobanking und der Kryptoszene zu diskutieren. Mit dabei war Changpeng Zhao, bekannt als CZ, Krypto-Milliardär und Gründer der weltgrößten Kryptobörse Binance. Außerdem sprachen die Gründer von zwei milliardenschweren Smartphone-Banken auf der Bühne: Valentin Stalf von N26 und Nik Storonsky von Revolut. Nina Pütz ist die Chefin von Ratepay, einer der wichtigsten deutschen Payment-Player. Sie trat ebenfalls auf sowie Henrich Blase, der das Vergleichsportal Check24 aufgebaut hat. Er gibt nur wenig Interviews und tritt nur selten in der Öffentlichkeit auf.

Philipp Westermeyer, Gründer OMR: “Das OMR22 Comeback ist eine berufliche Leistung, auf die alle Beteiligten sehr stolz sein können. Mein Dank gilt dem ganzen Team, den Speaker:innen, die das Festival besonders gemacht haben und natürlich den zahlreichen Besucher:innen, Partnern und Ausstellern – insbesondere für das Vertrauen, das sie uns entgegengebracht haben nach längerer Zeit ohne Groß-Events. Nach vielen Highlights 2022 werden wir alles daransetzen, um auch bei OMR23 wieder abzuliefern.“

Dr. Peter Tschentscher, Hamburgs Erster Bürgermeister: „Mit dem OMR Festival steht Hamburg im Mittelpunkt der internationalen Digitalszene. Das Treffen in der Hansestadt setzt neue Trends und Standards, die von hier aus um die Welt gehen. Mit seiner starken Digital- und Kreativszene ist Hamburg der richtige Standort für Europas wichtigstes  Branchentreffen, um neue Kontakte zu knüpfen und Kooperationen zu schließen. Vielen Dank an Philipp Westermeyer und das OMR-Team für dieses besondere Festival.”

Samstag, 22. Februar 2020

Social Media Week 2020



LeFloid, Joe Federer, VR Porn - breites Spektrum auf Social Media Week Hamburg 

In der kommenden Woche ist es soweit: Vom 24. bis zum 28. Februar 2020 findet die Social Media Week in Hamburg statt. In diesem Jahr hat die Veranstaltung nicht nur wieder zahlreiche bekannte Namen im Programm, auch das ein oder andere Panel dürfte für reichlich Diskussionen sorgen.
© Malte Klauck
Ein Beispiel ist die Podiumsdiskussion "VR Porn und die Intimität der Zukunft?" Meist verschämt verschwiegen, ist die sogenannte Erwachsenenunterhaltung fester Bestandteil von Film, Online und seit ein paar Jahren auch von Virtual Reality. In dem Panel wollen unter anderem Venus-Award-Gewinnerin "Lullu Gun", Simon Graff (nextReality e.V.) und Prof. Dr. Frank Steinicke (Uni Hamburg) Tabus brechenund offen über das  Spannungsfeld zwischen Technologie, Sexualität und Menschlichkeit sprechen.
Emojicloud by Talkwalker
YouTuber "LeFloid", "Mousesports"-Manager Jan Dominicus, Christian Baltes  (Freaks 4U Gaming) undLucas Petermeier (FUSE - Omnicom Media Group) gehen der Frage nach, welche Rolle Plattformen wie Twitch, YouTube oder  Mixer für Gaming- und eSport haben. Moderiert von Daniel Belala diskutieren sie, wie Gaming die Kanäle prägt und welchen Einfluss die Kanäle auf die Branche und eSport haben. 

Mit Fabian Siegismund ist ein weiterer reichweitenstarker YouTuber zu Gast. Wie durch gezielte Influencer- Kampagnen und hochwertige Videoproduktion die Grenzen zwischen virtueller Gaming-Welt und Realität verschwimmen, zeigt er zusammen mit Studio71. 
Aus den USA wird Joe Federer erwartet. Der langjährige Leiter der Markenkommunikation beimSocial-News-Aggregator Reddit ist für erfolgreiche Strategieentwicklung in Sozialen Medien bekannt. Im September wird sein Buch "The Hidden Psychology of Social Networks" veröffentlicht. Vorab gibt er auf der Social Media Week einen Ausblick auf die Kernthesen seines Buches. 

Die Hamburger Sparkasse zeigt mit "Der Weg der Haspa zum größten Social Media Team Hamburgs", wie aus Mitarbeitern echte Corporate-Influencer werden, wie die Haspa Erfolg misst und wie #haspalove sich auf diversen Social Networks verbreitet. Tipps für StartUps und welche Stolperfallen umgangenwerden müssen, gibt es am Abend in der Filiale Neue Große Bergstraße in "Vom Sofa auf die Pitchbühne". 

Podcasts sind in aller Ohren. Florian Zastrow, Referent für Digitale Medien und Social Media, berichtetüber die Entstehung des neuen Hamburg Airport Podcasts "Auf einen Tomatensaft mit". Im Anschluss folgt eine Paneldiskussion über die verschiedenen Ansätze für Podcasts in Unternehmen. 

Die Social Media Week startet am kommenden Dienstag, den 25. Februar 2020, bereits am Nachmittag mit einem Pre-Opening im Superstudio zusammen mit dem Stadtmagazin Geheimtipp Hamburg. Vom 26. bis 28. Februar 2020 finden Vorträge, Diskussionen, Workshops und Masterclasses statt. 

Das Programm und Tickets gibt es unter smwhamburg.com/programm.