Dienstag, 7. Juli 2020

Hagenbeck


Albino bei Hagenbeck – weißes Seebärenbaby geboren

© Hagenbeck
Es ist eine kleine Sensation: die Geburt des einzigen Albino-Seebärenbabys weltweit, das bereits am 15. Juni im Eismeer des Tierparks Hagenbeck das Licht der Welt erblickte. Auch die Tierpfleger und Tierärzte staunten nicht schlecht, da es das erste Albino-Jungtier in der über einhundertjährigen Hagenbeck-Geschichte ist.
© Hagenbeck
Die Geburt verlief problemlos und fand sogar mitten am Tage vor den Augen der Besucher statt. Dem kleinen Seebärenmädchen geht es sehr gut, Mama Lucy kümmert sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Um die Mutter-Kind-Bindung zu festigen, verbringen Lucy und ihr schneeweißes Jungtier die ersten Wochen gemeinsam in einem abgetrennten Gehegebereich des Eismeers. Durch eine Einsichtscheibe kann das Albinoweibchen zeitweise beobachtet werden. Erst in den kommenden Wochen wird die Kleine auch in der großen Anlage zu sehen sein. Vater des auffälligen Jungtieres ist Seebärenmännchen Gringo, der seit 2006 bei Hagenbeck lebte und 2019 an Altersschwäche verstorben war. Der neue Mann in der Seebärengruppe ist Tamar aus Paington, der Ende vergangenen Jahres nach Hamburg zog. 
© Hagenbeck
In der Natur kommt Albinismus, der durch Genmutation entsteht, bei Tieren nur sehr selten vor. Die Überlebenschance der weißen Jungtiere mit roten Augen und roter bis rosafarbener Haut ist im Freiland sehr gering. Nicht nur, dass sie von Fressfeinden wesentlich schneller gesehen werden, sondern auch, weil es schwerer ist, ohne Tarnung selbst Beute zu machen. Ein Problem, das dem Albinomädchen im Tierpark erspart bleibt.

Südamerikanische Seebären stehen auf der roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN. Mehr als die Überfischung des Meeres macht den Tieren die Verschmutzung ihres Lebensraumes zu schaffen. Im Freiland gibt es noch etwa 400.000 Südamerikanische Seebären - mehr als die Hälfte dieser Tiere lebt vor der Küste von Uruguay, die anderen Tiere vor den Küsten von Peru, Chile und Argentinien.

Laut ZIMS (Zoological Information Management System) halten weltweit 19 Tiergärten und Zoos Südamerikanische Seebären. Hagenbeck beheimatet Europas größte Gruppe Südamerikanischer Seebären.


Samstag, 27. Juni 2020

Hamburg Ballett


Uraufführung zum Spielzeitauftakt: „Ghost Light“ am 6. September

Bundesjugendballett mit Dr. Wilhelm Oberdörffer-Preis 2020 ausgezeichnet

Endlich geht es wieder los! Das Hamburg Ballett beginnt die Spielzeit 2020/21 am 6. September 2020 mit der Uraufführung von John Neumeiers Neukreation "Ghost Light" in der Hamburgischen Staatsoper. Das Ballett für 55 Tänzer entsteht seit dem 11. Mai unter Beachtung der geltenden Abstandsgebote und Hygieneschutzbestimmungen. Der Titel "Ghost Light" greift eine amerikanische Theatertradition auf: Wenn es eingeschaltet ist, darf kein Künstler die Bühne nutzen. Es brennt die ganze Nacht hindurch – bis sich die Bühne wieder mit Leben füllt.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie ändert sich der Herbstspielplan des Hamburg Ballett. Am 7. August um 11 Uhr wird das neue Programm im Rahmen einer Pressekonferenz der Intendanz und Geschäftsführung der Hamburgischen Staatsoper bekanntgegeben. Der allgemeine Vorverkauf für den September beginnt am 24. August, für Oktober und November am 7. September.
Das Bundesjugendballett wird mit dem Dr. Wilhelm Oberdörffer-Preis 2020 ausgezeichnet. Intendant John Neumeier gratuliert seinem Nachwuchsensemble: "Das Bundesjugendballett ist immer für Überraschungen gut. Unsere Tänzer sind jung und können eine erstklassige Ballettausbildung vorweisen. Vor allem aber sind sie Künstler, die jederzeit bereit sind für neue Herausforderungen. Die Compagnie ist kreativ, unabhängig, sozial engagiert – kurz: einzigartig! Insofern freue ich mich sehr, dass mit dem Bundesjugendballett erstmals ein Ensemble den Dr. Wilhelm Oberdörffer-Preis erhält, der seit Jahrzehnten aufstrebende Tänzer fördert."
Das Bundesjugendballett wird das Preisgeld für "Im Aufschwung XII" verwenden, die traditionelle Produktion im Ernst Deutsch Theater. Das Herbst-Programm kombiniert die Wiederaufnahme von "Ein kleiner Prinz" mit einem Neu-Arrangement von Choreografien zur Musik von Johann Sebastian Bach.

Traditionell vergibt die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper die Dr. Wilhelm Oberdörffer-Preise und den Eduard Söring-Preis für herausragende Künstlerinnen und Künstler aus den Reihen des Balletts, der Oper und des Orchesters im Rahmen des Operndinners. Obwohl dieses Event wegen der Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, haben sich die Stifter der Preisgelder Ian und Barbara Karan, Ingeborg Klindworth und Prof. Klaus Pannen bereit erklärt, das Preisgeld in Höhe von je 8.000 Euro den ausgezeichneten Künstlern bereits jetzt zur Verfügung zu stellen. Die weiteren Preisträger sind die Sopranistin Elbenita Kajtazi und der Solo-Schlagzeuger Fabian Otten. Die feierliche Übergabe der Preise ist für das nächste Operndinner am 10. April 2021 vorgesehen.
Ghost Light Ballett von John Neumeier
Uraufführung: 6. September 2020, 18.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 9., 14., 17., 18., 19. September, jeweils 19.30 Uhr
Musik: Franz Schubert
Choreografie: John Neumeier
Klavier: Michal Bialk

Der Vorverkauf startet ab dem 24. August 2020.

Freitag, 26. Juni 2020

Hagenbeck


Tierische Abkühlung bei sommerlichen Temperaturen

© Hagenbeck
Rasensprenger, Eisbomben, Erfrischungsbad – Die Tierpfleger im Tierpark lassen sich jede Menge spannender Ideen einfallen, um ihre Schützlinge bei schwül-warmen Temperaturen um die 30 Grad Celsius abzukühlen.
Bei den Cuba- und Chile-Flamingos am Afrika-Panorama sorgt ein Rasensprenger für tropfende Erfrischung von oben. Auch wenn die Vögel eine höhere Körpertemperatur haben als wir Menschen, sie liegt bei rund 40 Grad, nehmen die eleganten Tiere die Abkühlung gern an, indem sie mit weit ausgestreckten Flügeln unter dem Sprenger stehen. Die Feuchtigkeit hat aber nicht nur den positiven Abkühlungseffekt, vielmehr benötigen die Flamingos das Wasser, um ihre Schlammnester zu bauen. Denn jetzt beginnt die Brutzeit bei den farbenfrohen Vögeln. Ihre Eier legen sie mittig in die Schlammnester, aus denen nach rund 28 Tagen die Jungvögel schlüpfen.

© Hagenbeck
35 bechergroße Eisbomben, gefüllt mit Nüssen, Obst und Gemüse, standen heute für die Mantelpaviane bereit. Mit gezielten Würfen sorgte Laura Pinero, Tierpflegerin bei Hagenbeck, neben der eisigen Abkühlung auch für Abwechslung im Affenalltag, denn die Eisbomben sind eine zusätzliche Beschäftigung für die munteren Tiere.
© Hagenbeck

© Hagenbeck
Die größten Wasserratten bei den Elefanten sind die beiden Jungtiere Raj und Santosh. Ihr Badeteich wird bei den aktuellen Außentemperaturen häufig genutzt. Hier können die Elefanten nach Lust und Laune planschen und tauchen. Von den ausgewachsenen Tieren gehen Yashoda und Kandy am liebsten in das Wasser wenn es regnet, "wahrscheinlich, um nicht nass zu werden", scherzt Michael Schmidt, Elefanten-Pfleger bei Hagenbeck.
© Hagenbeck