Freitag, 16. Oktober 2020

Buchtipp

Zoom - Verständliche Anleitung für Nutzer


Die Videokonferenz-Software Zoom erfreut sich gerade in diesen Zeiten einer überaus großen Beliebtheit. Doch warum kommt gerade dieses Tool so gut an?

Zoom bietet viele Funktionen, die für ein effizientes und produktives Homeoffice nützlich sind. Mit Zoom können Online-Meetings veranstaltet werden, der Austausch von Textnachrichten und Dateien ist genauso möglich wie das gemeinsame Arbeiten an einem virtuellen Whiteboard. Nicht nur Firmen setzen auf Zoom - auch Schulen und Universitäten haben während der Corona-Krise die Vorteile dieser Software entdeckt.

Der Verlag Rheinwerk hat nun eine verständliche Anleitung herausgegeben, die alle Zoom-Funktionen Schritt für Schritt erklärt.  Autoren sind Christine Peyton und Andre Möller.

Aus dem Inhalt:

- Versionen und Angebote
- Funktionen im Überblick
- Voraussetzungen und Probleme
- Videokonferenzen, aber richtig!
- Teamwork für Doklumente
- Projekte präsentieren
- Als Moderator eine Konferenz leiten
- Ein Seminar für viele: Online-Seminare
- Zoom auf dem Smartphone

Das Buch hat 304 Seiten und kostet EUR 19,90.

Bestellen könnt Ihr es hier:
https://www.rheinwerk-verlag.de/zoom-die-verstaendliche-anleitung/


Freitag, 9. Oktober 2020

ARD ZDF Onlinestudie 2020

ARD/ZDF-Onlinestudie 2020:

Zahl der Internetnutzer wächst um 3,5 Millionen / Deutlicher Zuwachs für Mediatheken von ARD und ZDF

Die Zahl der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland steigt erneut an, davon profitieren vor allem mediale Angebote. Das Internet wird im Mittel jeden Tag fast 3,5 Stunden genutzt. Instagram löst Facebook als beliebtestes Netzwerk ab. Zu diesen zentralen Ergebnissen kommt die ARD/ZDF-Onlinestudie, die im Auftrag der ARD/ZDF-Forschungskommission durchgeführt wird und seit 1997 jährlich Basisdaten zur Internetnutzung in Deutschland bereitstellt.

Deutlicher Zuwachs der Internetnutzung

Auch wenn die Internetnutzung in Deutschland auf einem hohen Niveau liegt, steigt sie weiter. Aktuell nutzen 94 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren das Internet zumindest gelegentlich. Dies entspricht 66,4 Millionen der insgesamt 70,6 Millionen Personen ab 14 Jahren in Deutschland, was einen Zuwachs von 3,5 Millionen bedeutet. Vor allem die älteren Zielgruppen ab 60 Jahren tragen dazu bei.

Tagesreichweiten und Nutzungsdauer des medialen Internets steigen

Die Tagesreichweite des medialen Internets hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr weiter gesteigert. Mit einem Plus von 6 Prozentpunkten gibt die Hälfte der Befragten an, am Tag mindestens ein mediales Onlineangebot - das heißt Videos, Audioinhalte oder Artikel - zu nutzen. Bei den 14- bis 29-Jährigen nutzen neun von zehn Befragten das Internet täglich für mediale Angebote, was einem Plus von 10 Prozentpunkten im Vergleich zu 2019 entspricht. 

Die tägliche Zeit, die die Menschen im Internet verbringen, wird auf Basis eines Tagesablauf-Modells berechnet und liegt in diesem Jahr mit einem Plus von 11 Minuten bei 204 Minuten. 120 Minuten entfallen auf das mediale Internet (plus 21 Minuten). Insbesondere in der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen (Internetnutzung gesamt: 388 Minuten, plus 18 Minuten) hat sich die Nutzungsdauer von Online-Angeboten aus dem Bereich des medialen Internets um fast eine Stunde auf über 4 Stunden (257 Minuten, plus 50 Minuten) erhöht. Die restliche Zeit entfällt zum Beispiel auf Chatten, Spielen oder Shoppen im Internet.

Online-Videonutzung

65 Prozent der Befragten nutzen die Videoangebote der Fernsehsender, die über Mediatheken und bei YouTube abrufbar sind, zumindest selten, bei den Streamingdiensten sind dies 47 Prozent. Die tägliche Nutzung ist hier jedoch mit 14 Prozent doppelt so hoch wie bei den Online-Videoangeboten der TV-Sender, und die mindestens wöchentliche Nutzung hat mit 36 Prozent ein vergleichbares Niveau (40 Prozent). Nur in der Altersgruppe der unter 30-Jährigen liegen Netflix und andere Streamingdienste bei der zumindest wöchentlichen Nutzung deutlich vor den TV-Inhalten in den Mediatheken oder auf YouTube. Die Werte der mittleren Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen befinden sich bei TV-Inhalten und Streamingdiensten auf ähnlichem Niveau.

Die ARD Mediathek und die ZDFmediathek verzeichnen mit jeweils plus 6 Prozentpunkten einen deutlichen Zuwachs: Mittlerweile ruft jeder Fünfte mindestens wöchentlich Bewegtbild-Inhalte von ARD (21 Prozent) und ZDF (20 Prozent) auf. Damit liegen die beiden führenden Mediatheken vor Amazon Prime Video (18 Prozent, plus 2 Prozentpunkte), aber hinter Netflix (28 Prozent, plus 6 Prozentpunkte).

Online-Audionutzung

Musik steht bei der Online-Audionutzung im Vordergrund. Musikstreamingdienste (von 35 Prozent mindestens wöchentlich genutzt) und Musik über YouTube (31 Prozent) stehen im Ranking der genutzten Angebote vorn. Radiosendungen live nutzen 19 Prozent mindestens einmal in der Woche, bei den Podcasts sind es 12 Prozent. Fast ein Viertel der 14- bis 29-Jährigen (24 Prozent) hört mindestens einmal in der Woche Podcasts. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 14 Prozent. 

ZDF-Planungschef Dr. Florian Kumb zu den Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie: „Internetnutzung ist nun auch für die ältere Bevölkerung der Standard. Medienangebote zeitsouverän nutzen zu können, ist weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber. Ich freue mich, dass die öffentlich-rechtlichen Angebote von dieser Dynamik besonders stark profitieren und gegenüber Streamingdiensten das größere Nutzungspotential aufweisen. Dies bestärkt uns darin, die 2016 begonnene Digitalstrategie des ZDF mit Nachdruck weiterzuverfolgen. In der bestmöglichen Vernetzung aller Ausspielwege sehen wir den Schlüssel, um zukünftig alle Menschen in Deutschland mit den Angeboten des ZDF zu erreichen.“  

Benjamin Fischer, Leiter von ARD Online und des ARD Digitalboards, ordnet die aktuellen Ergebnisse so ein: „Der digitale Wandel verändert grundlegend, wie Menschen Medien nutzen. Die ARD gestaltet diesen Wandel aktiv mit. Dafür haben wir eine umfangreiche Digitaloffensive gestartet, die den Weg der Fokussierung und Stärkung der gemeinsamen ARD-Plattformen konsequent weitergeht. Wie erfolgreich dieser Weg für uns ist, zeigen jetzt die Ergebnisse: Die ARD Mediathek verbucht deutliche Zuwächse in der Nutzung. Darauf sind wir stolz – wir nehmen diesen Schwung mit für die ambitionierten nächsten Schritte, um noch mehr Menschen im Netz zu erreichen und ihnen dort ein exzellentes Nutzungserlebnis zu bieten.“

Social Media

Facebook wird bei der täglichen Nutzung in diesem Jahr erstmals von Instagram überholt. 15 Prozent der Bevölkerung nutzen täglich Instagram (2019: 13 Prozent), Facebook hingegen kommt nur noch auf 14 Prozent und verliert damit deutlich im Vorjahresvergleich (2019: 21 Prozent). Beim Blick auf die Nutzung innerhalb einer Woche kann Facebook (26 Prozent) seine Position vor Instagram (20 Prozent) behaupten, verliert aber auch hier (minus 5 Prozentpunkte). Die anderen Social-Media-Plattformen bleiben auf deutlich niedrigerem Niveau stabil.

 

Fact 1 - Allgemeine Internetnutzung: 66 Millionen Menschen in Deutschland nutzen zumindest ab und zu das Internet, 94 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren. 


Fact 2 - Tägliche Internetnutzung: Täglich nutzen 51 Millionen Menschen in Deutschland das Internet in irgendeiner Form, das entspricht 72 Prozent. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 97 Prozent.



Fact 3 - Tägliche Nutzungsdauer des Internets
: Fast dreieinhalb Stunden (oder 204 Minuten) am Tag verbringt der Durchschnittsdeutsche im Internet. Bei den Unter-30-Jährigen liegt die Zeitdauer bei sechseinhalb Stunden (oder 388 Minuten). Nicht jede Internetaktivität bezieht sich auf Angebote von Medien. Medienangebote werden zwei Stunden (oder 120 Minuten) lang genutzt. Unter den drei täglichen Nutzungsdauern für Video, Audio und Text liegt das Sehen von Videos (55 Minuten) knapp vor dem Hören von Audios (51 Minuten) und deutlich vor dem Lesen von Texten (17 Minuten).

Fact 4 – Mindestens wöchentliche Nutzung von Videos: Etwas mehr als zwei Drittel der Bevölkerung sehen sich Videos im Internet an. Die TV-Sendungen bei den Sendermediatheken werden zeitversetzt im Internet (33%) wöchentlich fast ebenso stark genutzt wie Video-Streaming-Dienste (36 %). Live-Fernsehen im Internet liegt bei 12 Prozent, Videos bei Social Media-Angeboten werden von knapp einem Drittel (30 %) genutzt, bei Unter-30-Jährigen sind es mehr als doppelt so viele (72 %).

Fact 5 – Mindestens wöchentliche Nutzung von Audios: Die Musik-Streaming-Nutzung (35 %) ist doppelt so hoch wie die Nutzung von Live-Radio-Programmen (19 % ), aber annähernd so stark wie die Nutzung von Musik über YouTube (31 %).  Unter 30-Jährige hören Podcasts doppelt so häufig wie die Gesamtbevölkerung.

 

Fact 6 – Mindestens wöchentliche Nutzung von Social Media: Ein Viertel der Bevölkerung nutzt Facebook (26 %), jeder Fünfte Instagram (20 %). Bei Unter 30-Jährigen liegt die Nutzung von Instagram (65 %) mit Abstand vor den anderen Social Media-Angeboten.

Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2020 wurde im Rahmen der „Studienreihe Medien und ihr Publikum (MiP)“ und im Auftrag der ARD/ZDF-Forschungskommission durchgeführt. Die Ergebnisse beruhen auf dem fusionierten Datensatz mit den Kerndaten der Langzeitstudie Massenkommunikation 2020.

Im Jahr 2020 wurden 1.504 repräsentativ ausgewählte deutschsprachige Personen ab 14 Jahren zwischen dem 9. März und dem 27. April per Telefon-Interview (Dual-Frame-Stichprobe) befragt. Die Analysen basieren nach der Fusion mit den Daten der ARD/ZDF Langzeitstudie Massen-kommunikation im Rahmen der „Studienreihe Medien und ihr Publikum“ auf insgesamt 3.003 Fällen.

Eine ausführliche Analyse der Daten ist in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ (Heft 9/2020) dokumentiert. Die Fachartikel sowie eine Infografik und ein Dokument mit den wichtigsten Ergebnissen sind abrufbar unter http://www.ard-zdf-onlinestudie.de

Freitag, 2. Oktober 2020

Tipp für die Ferien: Pinguine beobachten bei Hagenbeck

 

Königspinguine © Andy Ertel

Ferienzeit ist Hagenbeck-Zeit. Nicht nur Elefanten, Tiger und Löwen zählen zu den Publikumslieblingen im Tierpark, sondern auch die lebhaften Pinguine im Eismeer. Und davon hat Hagenbeck gleich drei Arten zu bieten: Humboldt-, Esels- und Königspinguine leben im Eismeer – eine spannende Vielfalt, die für die Tierpfleger eine Herausforderung darstellt, da die verschiedenen Arten völlig unterschiedliche Gewohnheiten und Herkunftsgebiete haben.

Humboldt-Pinguine

Humboldt-Pinguine © Lutz Schnier

Die Gruppe der vom Aussterben bedrohten Humboldt-Pinguine zählt inzwischen 41 Tiere, eine echte Wohlfühlgröße für die Südamerikaner, die es gern gesellig mögen. In diesem Jahr bekamen die Pinguine, deren Heimat Peru und Nordchile ist, gleich acht Küken. Die Herausforderung für die Tierpfleger liegt darin, den Küken das eigenständige Fressen beizubringen. In der Natur versorgen die Elterntiere ihre Sprösslinge in den ersten 60 Tagen, danach kehren die Jungtiere nicht mehr in ihr Nest zurück. In menschlicher Obhut ist das anders, hier müssen sie erst einmal lernen, den Fisch richtig herum zu fressen, denn mit dem Kopf voran „flutscht“ er besser. Inzwischen sind alle acht Küken futterfest und tummeln sich mit dem Rest der Gruppe in der großzügigen Außenanlage – gut zu unterscheiden an ihrem grauen Federkleid.

Eselspinguine

Tauchende Eselspinguine © Jürgen Kreye

Auch in der Anlage der antarktischen Pinguine geht das Leben weiter – obwohl die Besucher diesen Bereich coronabedingt zurzeit nicht betreten dürfen. Ein kleines Update mit einem Blick hinter die Kulissen: Die 34 Eselspinguine, die in diesem Jahr ebenfalls für fünf Jungtiere sorgten, haben ganz andere Anforderungen: Sie bauen ihre Brutplätze auf einer leicht erhöhten Stelle aus kleinen Steinen, die sie sich immer wieder untereinander wegschnappen. Die Tierpfleger sorgen solange für Nachschub, bis alle Paare zufrieden sind. Das Herkunftsgebiet der Eselspinguine liegt in Südgeorgien und auf den Falklandinseln. In Hagenbecks Eismeer bewohnen sie zusammen mit den deutlich größeren Königspinguinen die sieben Grad Celsius kalte Anlage der antarktischen Pinguine.

Königspinguine

Tauchende Königspinguine © Lutz Schnier

Die Gruppe der farbenprächtigen Königspinguine, die eine Größe von bis zu 95 Zentimetern erreichen, besteht bei Hagenbeck aus sieben Männchen. Da es europaweit einen Männerüberschuss gibt, entschloss sich Hagenbeck, eine sogenannte Bachelorgruppe einzurichten, um den nicht verpaarten männlichen
Tieren ein Zuhause zu schaffen.

Ein Ausflug zu Hagenbeck lohnt sich also: bei einem entspannten Spaziergang durch den farbenprächtigen Park nicht nur Pinguine beobachten, sondern auch die vielen anderen, teils exotischen Tierarten!

Tauchender Humboldtpinguin © Lutz Schnier

 https://www.hagenbeck.de/de/